ZINKÜBERDOSIERUNG - DAS SIND DIE FOLGEN

Zink gehört zwar zu den wichtigen essentiellen Nährstoffen für den Menschen. Laut DGE liegt der tägliche Bedarf bei 7 bis 10 Milligramm pro Tag, was sich in der Praxis jedoch als sehr konservativ zeigt. Gute Zinkquellen in Lebensmitteln sind Fleisch, Vollkorngetreide, Nüsse und Samen.  

Wer einerseits viele zinkreiche Nahrungsmittel zu sich nimmt und vielleicht sogar zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel nutzt, überschreitet unter Umständen die täglich empfohlene Zufuhr. Das ist oft nicht weiter schlimm. Unangenehme und gefährliche Nebenwirkungen treten häufig erst bei sehr hohem Zinkkonsum auf. Ein latenter oft unentdeckter Zinkmangel wiegt oftmals schwerer. 

Zinküberversorgung: Welche Symptome deuten auf ein „Zuviel“ hin?

Eine ernsthafte Überdosierung von Zink ist allein über die Nahrung kaum möglich. Einerseits gibt es nur wenige Lebensmittel, die wirklich große Mengen des Spurenelements enthalten. Andererseits stellten Wissenschaftler auch in Gegenden mit einem hohen Verzehr an besonders zinkhaltigen Schalen- und Krustentieren keine Nebenwirkungen der erhöhten Zufuhr fest.

 

 

Der Richtwert für Zink, bei dem auch nach längerer Einnahme keine Schäden zu erwarten sind, liegt bei etwa 40 mg pro Tag. Wird dieser überschritten, hast du ebenfalls keine Nebenwirkungen zu befürchten. Nur, wer täglich deutlich mehr zu sich nimmt, muss mit Symptomen einer Zinküberdosierung rechnen.

Eine akute Zinkvergiftung tritt auf, wenn ein Erwachsener innerhalb kürzester Zeit etwa 200 bis 400 Milligramm Zink zu sich nimmt. Da der Abbau im Körper Zeit benötigt, kann dieser solch große Mengen nicht schnell genug entgiften.

Typische Symptome einer Zinküberdosierung oder akuten Vergiftung sind:

  • Übelkeit und Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall und Magen-Darm-Krämpfe
  • Magenreizungen bis hin zur Magenschleimhautentzündung

Die häufigsten Ursachen für eine akute Zinkvergiftung sind eine Überdosierung von Nahrungsergänzungsmitteln mit 50 mg pro Tagesdosis, das Einatmen von Zinkstaub in einem Industriebetrieb oder das Trinken großer Mengen saurer Säfte aus zinkhaltigen Behältern. Orangen- und Multivitaminsäfte oder Limonaden können mit der Zeit Zinkionen aus dem Behälter herauslösen, die dann mit dem Getränk aufgenommen werden. Ein Grund mehr, besser zur Glasflasche zu greifen. Beobachtest du die genannten Symptome, nachdem du reichlich zinkhaltige Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel konsumiert hast, halte am besten Rücksprache mit einem Arzt.

Die Folgen chronischer Zinküberdosierung

Während akute Zinkvergiftungen nur äußerst selten vorkommen, sind chronische Überdosen von Zink etwas häufiger. Sie entstehen, wenn über einen langen Zeitraum deutlich mehr Zink zugeführt wird, als gut für den Körper wäre. Die auftretenden Symptome stehen oft nicht in direktem Zusammenhang mit den aufgenommenen Zinkionen. Vielmehr hemmt die ständige Überverfügbarkeit des Zinks die Aufnahme anderer essentieller Mineralstoffe wie Kupfer, Eisen, Magnesium und Kalzium. Diese solltest du daher am besten nicht zusammen mit zinkhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen. Wir empfehlen daher die Einnahme von Schwarzem Zink zwei Stunden vor oder nach der Einnahme von Aktives Magnesium. 

Wer über einen längeren Zeitraum zu viel Zink zu sich nimmt, riskiert vor allem einen Kupfer- oder Eisenmangel. Kupfermangel macht sich überwiegend durch Muskelschwäche, Blutarmut und Nervenschäden, die zu neurologischen Ausfällen führen, bemerkbar. Typisch für Eisenmangel ist ebenfalls Blutarmut mit erhöhter Müdigkeit, Schwächegefühl und einer blassen Hautfarbe. Weiterhin kann ein metallischer Geschmack im Mund auf eine Überversorgung mit Zink hinweisen. 

Zinküberdosierung vermeiden

Um eine Zinküberversorgung zu verhindern, achte darauf, dass das verwendete zinkhaltige Nahrungsergänzungsmittel eine Tagesdosis von maximal 25 mg beinhaltet. So reicht die Zufuhr aus, um einen vorliegenden Mangel zu beheben, es entsteht jedoch kein Risiko einer Überdosierung.

Bist du dir unsicher, dann lasse den Zinkgehalt deines Blutes kontrollieren und um zu bestimmen, wie gut du aktuell versorgt bist.